LEHRER GEGEN ILLEGAL
Klar, nicht die Lehrer, die Eltern sollen ihre Kinder erziehen und fürs Leben richtig vorbereiten.
Aber leider - oft sind die Eltern schwach und feige. Sie scheuen die (notwendigen) Auseinandersetzungen mit ihrem Nachwuchs. Hier könnnen die Lehrer etwas helfen, wenn es um Gemeinschaftskunde, Recht, Religion geht - oder um Kunst:
Graffiti passen nicht schlecht in den Kunstunterricht. Sieht man von primitiven Tags oder Schmierereien ab, so können nicht wenige Graffiti gelungener Ausdruck künstlerischen Gestaltens sein.
Nur – nach unserem Grundgesetz – ist auch Kunst eine Sache, die nicht überall Vorrang hat. Und das sollten die Lehrkräfte den Schülerinnen und Schülern vermitteln. Auch ein Künstler muss fremdes Eigentum respektieren. Deshalb dürfen Lehrkräfte, ja sie müssen, darauf hinweisen, dass man fremdes Eigentum nur dann künstlerisch gestalten darf, wenn vorher der Eigentümer zugestimmt hat.
Und unserer liebenswerten Lehrerin – nennen wir sie Elke – verquastes revolutionsromantisches Gefasel: „Die armen Kinder wollen sich doch nur selbst verwirklichen und haben so wenig Gelegenheit dazu.“ gehört auf den Müllhaufen falscher Pädagogik-Ansätze.
Oder hätte Elke es gern, wenn ich als Spätentwickler, grauhaarig mit Fast-Glatze, auf ihren neuen Ledermantel „Elke“ sprühen würde, nur weil ich von ihrer modernen Pädagogik begeistert bin und ich nur so im zweiten Frühling meinen Zwang zur Selbstverwirklichung in den Griff kriege?
Also, liebe Pädagogen, etwas altmodisch auf dem Boden unserer Rechtsordnung bleiben – auch Kunst hat fremdes Eigentum zu achten! Und erst recht haben dies stumpfsinnig primitive Schmierereien.


